Kennst du das? Der Tag hat nur 24 Stunden und deine waren mal wieder viel zu kurz?? Gerade als Selbständige oder Dienstleisterin bist du mit Projektarbeit, verwalterischen Aufgaben und Vertrieb beschäftigt. Und irgendwann ist so ein Plateau erreicht – du kannst nicht mehr Kunden bedienen ohne das letzte bisschen Freizeit aufzugeben.
Es wird höchste Zeit, etwas an deinem Modell zu verändern. Wie wäre es, wenn du mehr Umsatz machst, dein Business wachstumsfähiger gestaltest oder die Arbeit auf mehrere Schultern verteilst.
✨ Hier findest du ein paar spannende Ideen und ein bisschen Inspiration, wie das aussehen könnte:
Vorbereitung: Einkommen steigern – einfach so?
Wenn du digitale Einkommensströme schaffen willst, brauchst du in der Regel etwas Vorbereitung. Um die zusätzlichen Kanäle aufzusetzen, brauchst du mindestens eins dieser zwei Dinge:
Entweder du hast genug Kapital und kannst damit Dienstleister bezahlen, die dir beim Aufsetzen, Einrichten, Pflegen und erfolgreichen Vermarkten deiner neuen Systeme helfen.
Oder du hast eine Menge Zeit, um alles selbst umzusetzen und dir die nötigen Fähigkeiten beizubringen.
Im Idealfall hast du beides. Aber was machst du, wenn du stattdessen ständig ausgebucht und völlig überarbeitet bist und am Ende trotzdem nicht genug übrig bleibt? Das war doch der Grund, warum du zusätzliche Einkommensströme so spannend fandest, oder?
💡 Hier gibt es ein paar Schritte, die du vorab gehen kannst:
- Erhöhe deine Preise!
Ich weiß, das klingt erstmal frech. Aber du hast Großes vor und möchtest dafür entweder mehr Zeit oder mehr Kapital haben. Die Preise zu erhöhen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und wenn du deine zusätzlichen Einkommensströme geschaffen hast, kannst du im Zweifel die Preisschraube auch wieder zurückdrehen.
- Strukturiere deine Projekte anders
Du machst alles selbst und arbeitest 1:1 mit Kunden? Dann wird es Zeit, damit erst einmal Schluss zu machen. Delegiere Aufgaben, die andere für einen festen Preis erledigen können. Das gibt dir mehr Zeit, dich um die Veränderungen in deinem Geschäft zu kümmern. Und du wirst sehen, was für ein gutes Gefühl es ist, wenn Dinge erledigt werden, ohne dass du in jeden Schritt involviert bist.
- Verkaufe deinen Kunden zusätzliche Leistungen
Es ist gut, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren und die Leistungen, die man anbietet, zu optimieren und zu perfektionieren. Aber momentan brauchst du mehr Cash. Und deine Kunden brauchen Leistungen, die über dein Angebot hinaus gehen. Unternehmen und Selbständige um dich herum hätten gerne genau diese Kunden. Bescher‘ ihnen ein paar schnelle Aufträge und lass dich dafür bezahlen.
- Bereite deine bisherigen Kunden auf dein kommendes Onlineangebot vor
Ein neues Angebot zu schaffen bringt immer etwas Risiko mit sich. Du hast nun Zeit und Kapital freigeschaufelt, um dein Zusatzangebot auszubauen. Und vielleicht kommen dabei manchmal Zweifel. Um das Risiko und die Zweifel ein wenig loszuwerden, kannst du deine bisherigen Kunden auf dein kommendes Onlineangebot vorbereiten. Stelle ihnen Fragen dazu, hole dir Anregungen und Feedback und sorge dafür, dass deine Kunden sich auf den zusätzlichen Service freuen.
Online- und Offline-Business klug kombinieren
Jedes Unternehmen profitiert von Methoden aus dem Bereich des Online Business. Man kann Angebote kombinieren, innovativ anpassen und neu erfinden. Was zum eigenen Unternehmen und den eigenen Kunden passt, muss man manchmal austesten. Aber mit der optimalen Vorbereitung und einem Gespür für die eigene oder zukünftige Kundschaft, kannst du dir aus diesen Methoden dein ideales Onlineangebot zusammenstellen.
Ich habe die einzelnen Möglichkeiten in drei Bereiche eingeteilt: Online Service, Online Produkte und Werbedeals.
Online Service:
Zum einen der Online Service, bei dem in den meisten Fällen deine persönliche Dienstleistung im Vordergrund steht. Online Services sind in der Regel relativ leicht aufzusetzen. Sie unterscheiden sich nicht so stark von deiner bisherigen Herangehensweise, sind aber skalierbarer, weil du mehr Kunden auf einmal annehmen kannst. Hier sind ein paar Beispiele für Online Services:
1. Online-Kurse und Schulungen
Du berätst Kunden vermutlich regelmäßig in sehr ähnlichen Fragen. Anschließend brauchen sie einige Leistungen von dir, andere erledigen sie selbst und dabei überwachst du den Verlauf und Erfolg der Zusammenarbeit.
Daraus lässt sich wunderbar ein Onlinekurs oder eine Webinarreihe erstellen, die dir die ständige Wiederholung erspart. Überlege dir einfach, welche Sorgen und Herausforderungen dein durchschnittlicher Kunde mitbringt und entwickle ein Format, das ihm weiterhilft.
Du kannst Kurse direkt über deine Website an Kunden vertreiben. Plattformen wie Udemy, Teachable oder Skillshare ermöglichen es dir außerdem, Kurse darüber hinaus zu vermarkten und einem globalen Publikum zugänglich zu machen.
2. Virtuelle Beratungsdienste
Die Digitalisierung hat die Möglichkeit geschaffen, Beratungsdienste online anzubieten. Du kannst deine Expertise in Form von virtuellen Beratungssitzungen, Videokonferenzen oder telefonischer Beratung anbieten. Das ist zum einen über Plattformen möglich oder lässt sich über deine Website abwickeln. Wenn du die Terminbuchung mit einem Bezahlsystem koppelst, kannst du das Ganze gleich stressfrei abrechnen.
3. Mitgliedschaftsmodelle und Abonnements
Deine Kunden arbeiten gerne mit dir zusammen und du schaffst einen echten Mehrwert? Dann denk doch mal über Communities oder Mitgliedschaftsmodelle nach. Die Einführung von Abonnements ist eine weitere Möglichkeit, skalierbare Einkommensströme aufzubauen. Dienstleister können exklusive Inhalte, regelmäßige Schulungen oder spezielle Angebote für zahlende Mitglieder anbieten. Plattformen wie Patreon oder Kajabi ermöglichen es Dienstleistern, sich langfristige Einkommen durch treue Abonnenten aufzubauen.
4. Virtuelle Events und Workshops
Virtuelle Events und Workshops sind eine wunderbare Möglichkeit, um Fachwissen mit einer breiten Zielgruppe zu teilen. Hol ein paar andere Experten ins Boot und veranstalte ein interaktives und immersives Erlebnis für Online-Teilnehmer. Hierbei können natürlich Teilnahmegebühren erhoben oder Sponsoren eingebunden werden. Diese Events lassen sich leicht über Zoom, Bigbluebutton oder andere Plattformen realisieren. Hieran kannst du einen Slack-Kanal oder einen anderen Mitgliederbereich anschließen, mit dem das Kundenerlebnis gesteigert wird.
Online Produkte:
Eine beliebte Variante für zusätzliche Einkommensströme bei Dienstleistern sind die digitalen Produkte. Hierbei wird neben der Dienstleistung eine Reihe von Produkten entwickelt und angeboten, die dieselbe Kundengruppe ansprechen und den Service im besten Falle ergänzen.
Solche Online Produkte lassen sich am ehesten als eine Art passives Einkommen betrachten. Die Arbeit wird in die Entwicklung gesteckt und im Anschluss lässt sich das Ganze wieder und wieder verkaufen. Natürlich ist dieser Prozess auch alles andere als passiv, denn es fließt viel Arbeit in die aktive Vermarktung online. Wem die Skalierbarkeit von Online Produkten gefällt, kann sich auf diese Bereiche konzentrieren:
1. Digitale Produkte erstellen
Bestimmte Kundengruppen haben immer wieder ähnliche Herausforderungen. Daraus lässt sich ein wunderbares digitales Produkt entwickeln, das wiederholt verkauft werden kann. Digitale Produkte können E-Books, Anleitungen, Rezepte, Online-Tools, Software, Templates oder digitale Kunstwerke sein. Der Verkauf solcher Produkte über eigene Websites oder Plattformen wie Etsy ermöglicht es dir, weitere Einkommensströme zu generieren und aus der Zeit-gegen-Geld-Falle zu entkommen, in der viele Dienstleister und Beraterinnen stecken.
2. Nischen-Apps oder Tools entwickeln
Das Identifizieren von Bedürfnissen in bestimmten Nischenmärkten und die Entwicklung von maßgeschneiderten Apps oder Tools können Dienstleistern einen einzigartigen Vorteil verschaffen. Die Monetarisierung kann durch den Verkauf der Anwendung selbst oder über In-App-Käufe erfolgen. Achte darauf, dass die App ein wirkliches Problem löst, das ohne die App viel komplizierter oder unpraktischer verliefe. Eine sinnvolle Alternative zur Mobilen App ist eine Webapp, denn diese lässt sich wie eine Website über den Browser aufrufen und muss nicht erst aufs Smartphone geladen werden.
3. Automatisierte Dienstleistungen und Produkte
Sich wiederholende Aufgaben fressen eine Menge Zeit, selbst wenn du deinen Job liebst. Und sie sind nicht nötig. Viele Schritte lassen sich automatisieren und gerade junge Kundengruppen fühlen sich hiervon stärker angesprochen, als vom klassischen 1:1-Service oder der direkten Kommunikation. Die Automatisierung von Kommunikation in Form von Chatbots wird häufig genutzt. Dies lässt sich allerdings auch auf anderen Leistungsbereiche übertragen. Du kannst deinen Kunden online einen Selbstbedienungsladen zur Verfügung stellen und den Zugang automatisiert ablaufen lassen.
Werbung & Werbedeals:
1. Skalierbare Content-Produktion
Durch die Erstellung von professionellem digitalen Content kann deine Reichweite erheblich steigern. Dies kann die Produktion von Blogs, Videos, Podcasts oder Social-Media-Inhalten umfassen. Die Monetarisierung dieser Inhalte kann durch Werbung, Sponsoring oder den Verkauf von Merchandising erfolgen. Außerdem liegt hierin natürlich ein auch starker Werbeeffekt für deine eigentliche Dienstleistung, denn Menschen, die deine Inhalte konsumieren, bauen natürlich Vertrauen zu dir auf.
2. Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing ist eine weitere Möglichkeit, digitale Einkommen zu generieren. Durch das aktive Bewerben anderer Unternehmen oder bestimmter Produkte, von denen du überzeugt bist und von denen deine Kunden profitieren, kannst du dir eine solide zusätzliche Einkommensquelle schaffen. Du erhältst eine vereinbarte Provision für jeden Verkauf oder jede Handlung, die durch ihre Empfehlungen generiert wird. Dies erfordert eine strategische Partnerschaft und eine klare Identifikation mit den beworbenen Produkten oder Dienstleistungen. Das Ganze ist natürlich nicht nur bei großen Onlinekonzernen möglich. Frag doch mal deine lokalen Kooperationspartner, ob sie Interesse an einem solchen Programm hätten!
3. Lizenzierung von geistigem Eigentum
Über Lizenzen kannst du die Nutzung deines geistigen Eigentums, dazu zählt auch Code, verwalten und monetarisieren. Dies könnte das Lizenzieren von Software, Designs, Schulungsmaterialien oder Markenrechten beinhalten. Die Lizenzierung ermöglicht es dir, deine Inhalte zu verbreiten und stärker zu skalieren, ohne jeden Kunden individuell bedienen zu müssen.
4. Influencer-Marketing und Brand Partnerships
Die Zusammenarbeit mit sogenannten Multiplikatoren, also Unternehmen, deren Kunden auch deine Kunden sein könnten und die eine große Plattform haben, ist ein wirklich wichtiger Schritt in der Selbständigkeit. Online geschieht das im großen Stile über Influencer-Marketing. Natürlich ist es nicht so leicht und schon gar nicht günstig, mit wirklich großen Influencern zu arbeiten. Wenn du allerdings strategisch denkst und es auf Nischen angesehen hast, kannst du vielleicht kleinere Influencer für dir überzeugen und mit ihnen wachsen. Im Idealfall schwappt deren Reichweite teilweise auf dich herüber und beschert dir zusätzliche Einnahmen.
Fazit
Die digitale Welt eröffnet dir zahlreiche Möglichkeiten, Einkommensströme zu diversifizieren und über traditionelle Modelle hinauszuwachsen. Durch die Nutzung von Online-Plattformen, dem Teilen von Wissen und dem Angebot digitaler Produkte können Dienstleister ihre Reichweite erweitern und neue Einkommensquellen erschließen. Nutze diese Möglichkeiten, um dein eigenes Onlineimperium aufzubauen und deinen Kunden ganzheitlich bei ihrer Herausforderung zu helfen. Eine gute Mischung aus aktiver Arbeit und passiven Einnahmequellen hilft dir in jedem Fall, zu wachsen. Viel Erfolg!